Inhaltsstoff
Vitamin D: fettlösliches Vitamin und Sonnenhormon
D3 (Cholecalciferol)
Vitamin D3 (Cholecalciferol) ist die natürliche, vom Körper bei Sonneneinstrahlung in der Haut gebildete Form von Vitamin D. Es zählt zu den fettlöslichen Vitaminen und übernimmt im Stoffwechsel mehrere von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) anerkannte Funktionen.
NRV: 5 µg pro Tag

Überblick
Was ist Vitamin D?
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin und gleichzeitig ein Prohormon. Die biologisch aktive Form Calcitriol entsteht in zwei Schritten in Leber und Niere. Der Körper bildet Vitamin D3 (Cholecalciferol) selbst, wenn UVB-Strahlung der Sonne auf die Haut trifft. In den dunkleren Monaten oder bei wenig Aufenthalt im Freien reicht die Eigensynthese in Mitteleuropa häufig nicht aus, um eine adäquate Versorgung über die Wintermonate sicherzustellen.
Rechtliche Einordnung
Gesundheitsbezogene Angaben
Zugelassene Aussagen zu Nährstoffen sind in der EU streng geregelt.
Gemäß EU-Verordnung 1924/2006 in Verbindung mit Verordnung 432/2012.
„Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für die Erhaltung normaler Knochen.“
„Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor bei.“
„Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.“
„Vitamin D trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei.“
„Vitamin D trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei.“
„Vitamin D unterstützt die normale Muskelfunktion.“
„Vitamin D3 trägt zu einer normalen Muskelfunktion sowie einer normalen Funktion des Immunsystems bei.“
Funktion im Körper
Welche Rolle Vitamin D übernimmt
Vitamin D3 (Cholecalciferol) ist ein Secosteroid und Prohormon, das in der Leber zu 25-Hydroxy-Cholecalciferol (Calcidiol) und in der Niere zur biologisch aktiven Form 1,25-Dihydroxy-Cholecalciferol (Calcitriol) hydroxyliert wird. Calcitriol bindet an den nukleären Vitamin-D-Rezeptor (VDR), der in nahezu allen Körpergeweben exprimiert wird und als Transkriptionsfaktor die Expression mehrerer hundert Gene reguliert. Nach EU-Verordnung 432/2012 sind u.a. folgende Wortlaute zugelassen: „Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor bei” und „Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei”.
Tagesbedarf
Empfohlene tägliche Zufuhr
Der Nährstoffbezugswert (NRV) für Vitamin D liegt gemäß EU-Verordnung 1169/2011 bei 5 µg pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt einen Schätzwert von 20 µg (800 I.E.) pro Tag bei fehlender körpereigener Synthese an.
Natürliche Quellen
Wo Vitamin D vorkommt
Natürliche Quellen sind fette Seefische (Lachs, Hering, Makrele), Lebertran, Eigelb und in geringerem Maße bestimmte Pilze (Steinpilze, Champignons nach UV-Behandlung). Die mit der Nahrung aufgenommene Menge deckt jedoch in der Regel nur einen kleinen Teil des Bedarfs.
Erhöhter Bedarf
Wann der Bedarf steigen kann
Einen erhöhten Bedarf können Personen haben, die sich überwiegend in Innenräumen aufhalten, dunkle Hauttypen, ältere Menschen (verringerte Eigensynthese), Schwangere und Stillende sowie Personen mit chronischen Erkrankungen des Verdauungstrakts.
Unterversorgung
Hinweise zur Versorgungslage
Bei langfristig unzureichender Versorgung kann es zu einer Beeinträchtigung der Calcium- und Phosphor-Homöostase kommen. Klinische Folgen einer ausgeprägten Unterversorgung sind in der medizinischen Literatur beschrieben: eine ärztliche Abklärung wird bei Verdacht auf einen Mangel empfohlen, üblicherweise über die Bestimmung des 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegels im Serum.
Sicherheit
Wechselwirkungen und Hinweise
Vitamin D entfaltet seine Funktion bei der Calcium-Aufnahme in Kombination mit Vitamin K2, das den Calciumtransport reguliert. Diese Kombination wird in unseren Liposomalen Formulierungen gemeinsam angeboten. Bei Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Glukokortikoide, Antiepileptika) kann der Vitamin-D-Stoffwechsel beeinflusst sein: eine ärztliche Rücksprache ist in diesen Fällen sinnvoll.
Einordnung
Zeitliche Orientierung
Anpassungen des Vitamin-D-Spiegels im Serum erfolgen nicht akut. Üblicherweise sind nach 8-12 Wochen kontinuierlicher Supplementierung messbare Veränderungen zu sehen: abhängig von Ausgangswert, individueller Resorption und körpereigener Synthese.
Verträglichkeit
Nebenwirkungen und Sicherheit
Vitamin D ist fettlöslich und wird im Körper gespeichert. Sehr hohe Tagesdosen über lange Zeit können zu einem überhöhten Calciumspiegel führen. Die European Food Safety Authority hat einen Tolerable Upper Intake Level (UL) von 100 µg (4.000 I.E.) pro Tag für Erwachsene festgelegt. Die auf dem Etikett angegebene empfohlene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.
Praxis
Tipp für die Einnahme
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Vitamin D3/K2
Häufige Fragen
Häufige Fragen zu Vitamin D
Sachliche Antworten zur Einordnung, Form und Anwendung dieses Inhaltsstoffs.
Nachweise
Quellen und Studien
[1]
European Food Safety Authority (EFSA). Scientific Opinion on the Tolerable Upper Intake Level of Vitamin D, 2012.
Quelle öffnen[2]
Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission über die Zulassung anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.
Quelle öffnen[3]
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Vitamin D.
Quelle öffnenDie aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder lagern.
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