Inhaltsstoff
Vitamin C: wasserlösliches Antioxidans und Coenzym
L-Ascorbinsäure
Vitamin C (L-Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin und eines der am besten erforschten Antioxidantien. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat zahlreiche Funktionen für Vitamin C offiziell anerkannt.
NRV: 80 mg pro Tag

Überblick
Was ist Vitamin C?
Vitamin C ist ein essentielles, wasserlösliches Vitamin. Der Mensch zählt zu den wenigen Säugetieren, die Vitamin C nicht selbst synthetisieren können: es muss vollständig über die Ernährung zugeführt werden. Im Stoffwechsel wirkt Vitamin C als Coenzym zahlreicher enzymatischer Reaktionen und als Radikalfänger. Es wird im Körper nicht gespeichert; ein Überschuss wird über die Nieren ausgeschieden.
Rechtliche Einordnung
Gesundheitsbezogene Angaben
Zugelassene Aussagen zu Nährstoffen sind in der EU streng geregelt.
Gemäß EU-Verordnung 1924/2006 in Verbindung mit Verordnung 432/2012.
„Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme.“
„Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.“
„Vitamin C trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.“
„Vitamin C trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und einer normalen Funktion des Nervensystems bei.“
„Vitamin C trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit bei.“
„Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.“
„Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen und des Knorpels bei.“
„Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.“
Funktion im Körper
Welche Rolle Vitamin C übernimmt
L-Ascorbinsäure (Vitamin C) ist ein wasserlösliches γ-Lacton der 2-Keto-L-Gulonsäure und das stereospezifisch wirksame Isomer der Ascorbat-Reihe. Aufgrund einer fehlenden L-Gulonolacton-Oxidase ist der Mensch: neben anderen Primaten, Meerschweinchen und einigen Fledermäusen: nicht zur eigenen Synthese in der Lage. Ascorbinsäure ist als Reduktionsmittel und Elektronendonor Cofaktor mehrerer Eisen- und Kupfer-abhängiger Monooxygenasen und Dioxygenasen: u.a. der Prolyl- und Lysyl-Hydroxylasen der Kollagen-Biosynthese, der Dopamin-β-Hydroxylase (Noradrenalin-Synthese) und der α-Amidierungs-Enzyme der Peptidhormon-Reifung. Zudem reduziert Ascorbinsäure im Darm Eisen-Fe³⁺ zu besser resorbierbarem Eisen-Fe²⁺. Nach EU-Verordnung 432/2012 ist u.a. folgender Wortlaut zugelassen: Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen, Knorpel, Zähne, Zahnfleisch und Haut bei sowie Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme.
Tagesbedarf
Empfohlene tägliche Zufuhr
Der Nährstoffbezugswert (NRV) für Vitamin C liegt gemäß EU-Verordnung 1169/2011 bei 80 mg pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 95-110 mg pro Tag für Erwachsene; bei Rauchern liegt der Bedarf wegen erhöhten oxidativen Verlusts höher.
Natürliche Quellen
Wo Vitamin C vorkommt
Reich an Vitamin C sind Acerolakirsche, Hagebutte, Sanddorn, Schwarze Johannisbeere, Paprika, Brokkoli, Rosenkohl, Petersilie sowie Zitrusfrüchte. Vitamin C ist hitzeempfindlich: beim Kochen oder längerer Lagerung gehen erhebliche Mengen verloren.
Erhöhter Bedarf
Wann der Bedarf steigen kann
Erhöhter Bedarf besteht bei Rauchern, Schwangeren und Stillenden, bei intensivem Sport sowie bei reduzierter Aufnahme über die Nahrung.
Unterversorgung
Hinweise zur Versorgungslage
Eine langfristige Unterversorgung mit Vitamin C ist in industrialisierten Ländern selten, kann sich aber in unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit oder reduzierter Belastbarkeit äußern. Bei wiederkehrenden Beschwerden empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.
Sicherheit
Wechselwirkungen und Hinweise
Vitamin C verbessert die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Quellen erheblich: eine zeitgleiche Einnahme mit Eisenpräparaten oder eisenreichen Mahlzeiten ist daher empfehlenswert. Sehr hohe Vitamin-C-Dosen können bestimmte labordiagnostische Tests verfälschen.
Einordnung
Zeitliche Orientierung
Da Vitamin C wasserlöslich ist und nicht gespeichert wird, ist eine regelmäßige tägliche Zufuhr für eine stabile Versorgung notwendig. Spürbare Veränderungen in der Versorgung sind durch eine kontinuierliche Zufuhr über mehrere Wochen zu erwarten.
Verträglichkeit
Nebenwirkungen und Sicherheit
Vitamin C gilt als sehr gut verträglich. Sehr hohe Dosen (mehrere Gramm pro Tag) können zu weichem Stuhl oder Durchfall führen. Die EFSA hat keinen Tolerable Upper Intake Level festgelegt, empfiehlt aber eine Gesamtzufuhr aus Lebensmitteln und Supplementen von nicht mehr als 1.000 mg pro Tag. Die auf dem Etikett angegebene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.
Praxis
Tipp für die Einnahme
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Nachweise
Quellen und Studien
[1]
European Food Safety Authority (EFSA). Dietary Reference Values for vitamin C, 2013.
Quelle öffnen[2]
Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission über die Zulassung anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.
Quelle öffnen[3]
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte für die Vitamin-C-Zufuhr.
Quelle öffnenDie aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder lagern.
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