Inhaltsstoff
Spermidin: körpereigenes Polyamin aus Weizenkeimen
Spermidin ist ein körpereigenes Polyamin, das in fast allen lebenden Zellen vorkommt. Es wird im Körper synthetisiert und zusätzlich über die Nahrung aufgenommen.

Überblick
Was ist Spermidin?
Spermidin gehört zur Gruppe der biogenen Polyamine: gemeinsam mit Putrescin und Spermin. Es spielt im zellulären Stoffwechsel eine vielseitige Rolle und ist Gegenstand intensiver biologischer Grundlagenforschung. Die körpereigene Synthese nimmt mit zunehmendem Alter ab. In Vitaresorp®-Produkten wird Spermidin aus standardisiertem Weizenkeim-Extrakt gewonnen: der weltweit reichhaltigsten natürlichen Spermidin-Quelle.
Rechtliche Einordnung
Gesundheitsbezogene Angaben
Zugelassene Aussagen zu Nährstoffen sind in der EU streng geregelt.
Gemäß EU-Verordnung 1924/2006 in Verbindung mit Verordnung 432/2012.
Für Spermidin sind aktuell keine gesundheitsbezogenen Angaben nach EU-Verordnung 432/2012 zugelassen.
Wir machen daher keine Aussagen zu möglichen Wirkungen.Funktion im Körper
Welche Rolle Spermidin übernimmt
Spermidin (N-(3-Aminopropyl)-butan-1,4-diamin) ist ein körpereigenes biogenes Triamin aus der Gruppe der Polyamine, gemeinsam mit Putrescin (Vorläufer) und Spermin (Folgeprodukt). Endogen wird Spermidin im Polyamin-Stoffwechsel aus Putrescin durch die Spermidin-Synthase unter Übertragung einer Aminopropyl-Gruppe von decarboxyliertem S-Adenosylmethionin gebildet. Polyamine binden bei physiologischem pH polykationisch an negativ geladene Strukturen wie DNA, RNA und Phospholipide und sind in die Regulation von Zellteilung, Proteinsynthese und Autophagie eingebunden. Die endogene Spermidin-Konzentration nimmt mit zunehmendem Lebensalter messbar ab.
Tagesbedarf
Empfohlene tägliche Zufuhr
Die durchschnittliche Aufnahme über eine Mischkost wird auf 7-25 mg pro Tag geschätzt. Die in Vitaresorp®-Produkten verwendete Dosierung wird in Milligramm Spermidin pro Tagesdosis ausgewiesen.
Natürliche Quellen
Wo Spermidin vorkommt
Spermidin-reich sind Weizenkeime (mit Abstand höchster Gehalt), gereifter Käse, Sojaprodukte, Pilze, Hülsenfrüchte und Nüsse.
Erhöhter Bedarf
Wann der Bedarf steigen kann
Die körpereigene Synthese nimmt mit zunehmendem Alter ab. Ein über die Nahrung kontinuierlich zugeführter Spermidin-Anteil ist daher Bestandteil mediterraner und ostasiatischer Ernährungstraditionen.
Unterversorgung
Hinweise zur Versorgungslage
Ein klinisch definierter Spermidin-Mangelzustand ist beim Menschen nicht etabliert: Spermidin ist kein klassisch essentieller Nährstoff.
Sicherheit
Wechselwirkungen und Hinweise
Wechselwirkungen mit Medikamenten sind in klinisch relevanter Form nicht systematisch beschrieben. Bei Einnahme verschreibungspflichtiger Arzneimittel ist eine ärztliche Rücksprache empfehlenswert.
Einordnung
Zeitliche Orientierung
Pharmakokinetische Daten zur Resorption von Nahrungs-Spermidin werden in der Forschungsliteratur untersucht; die Plasmaspiegel folgen kontinuierlicher Aufnahme.
Verträglichkeit
Nebenwirkungen und Sicherheit
Spermidin aus Weizenkeim-Extrakt gilt bei sachgemäßer Dosierung als gut verträglich. Nicht für Personen mit Zöliakie oder Weizenallergie (sofern nicht ausdrücklich als glutenfrei deklariert). Nicht für Schwangere und Stillende ohne ärztliche Rücksprache.
Praxis
Tipp für die Einnahme
Passende Produkte
Vitaresorp-Produkte mit Spermidin

Liposomales Spermidin
Nachweise
Quellen und Studien
[1]
Madeo F, Eisenberg T, Pietrocola F, Kroemer G. Spermidine in health and disease. Science, 2018;359(6374):eaan2788.
DOI: 10.1126/science.aan2788[2]
Eisenberg T, Abdellatif M, Schroeder S, et al. Cardioprotection and lifespan extension by the natural polyamine spermidine. Nature Medicine, 2016;22(12):1428-1438.
DOI: 10.1038/nm.4222[3]
Weiterführende biomedizinische Literatur zu Spermidin: PubMed-Datenbank.
Quelle öffnenDie aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder lagern.
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