Inhaltsstoff
Sonnenblumenlecithin: Phospholipid-Komplex aus Sonnenblumenkernen
Sonnenblumenlecithin ist ein natürlicher Phospholipid-Komplex, der aus Sonnenblumenkernen gewonnen wird. Es ist eine sojafreie und gentechnikfreie Alternative zum häufiger verwendeten Soja-Lecithin.

Überblick
Was ist Sonnenblumenlecithin?
Lecithin ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Phospholipiden: fettähnlichen Verbindungen, die in den Zellmembranen aller Lebewesen vorkommen. Der Hauptbestandteil von Sonnenblumenlecithin ist Phosphatidylcholin (typischerweise 20-30 %), daneben Phosphatidylinositol, Phosphatidylethanolamin und weitere Phospholipide. Sonnenblumenlecithin wird ausschließlich mechanisch aus den Kernen extrahiert (ohne den bei Soja-Lecithin üblichen Lösungsmittel-Einsatz).
Rechtliche Einordnung
Gesundheitsbezogene Angaben
Zugelassene Aussagen zu Nährstoffen sind in der EU streng geregelt.
Gemäß EU-Verordnung 1924/2006 in Verbindung mit Verordnung 432/2012.
Für Sonnenblumenlecithin sind aktuell keine gesundheitsbezogenen Angaben nach EU-Verordnung 432/2012 zugelassen.
Wir machen daher keine Aussagen zu möglichen Wirkungen.Funktion im Körper
Welche Rolle Sonnenblumenlecithin übernimmt
Sonnenblumenlecithin ist ein Phospholipid-Komplex, dessen Hauptbestandteile Phosphatidylcholin (typischerweise 20-30 %), Phosphatidylinositol, Phosphatidylethanolamin und Phosphatidylserin sind, jeweils mit überwiegend ungesättigten Fettsäureresten (vor allem Linolsäure, C18:2). Phospholipide sind amphiphile Moleküle mit hydrophiler Phosphat-Kopfgruppe und lipophilen Fettsäureketten und bilden damit die strukturelle Grundlage aller biologischen Membranen sowie der pharmazeutisch eingesetzten Liposomen und Mizellen. Phosphatidylcholin ist zudem die quantitativ wichtigste Cholin-Quelle der menschlichen Ernährung.
Tagesbedarf
Empfohlene tägliche Zufuhr
In Vitaresorp®-Produkten dient Sonnenblumenlecithin überwiegend als Mizellen-Bildner in der liposomalen Formulierung: die enthaltene Menge wird auf der Verpackung deklariert.
Natürliche Quellen
Wo Sonnenblumenlecithin vorkommt
Sonnenblumenkerne enthalten natürlich Lecithin in geringen Mengen. Für die industrielle Gewinnung werden die Kerne mechanisch verpresst und das Lecithin abgetrennt.
Sicherheit
Wechselwirkungen und Hinweise
Wechselwirkungen mit Medikamenten sind in klinisch relevanter Form nicht systematisch dokumentiert.
Einordnung
Zeitliche Orientierung
Phospholipide werden im Magen-Darm-Trakt gut resorbiert und in den körpereigenen Lipid-Pool integriert.
Verträglichkeit
Nebenwirkungen und Sicherheit
Sonnenblumenlecithin gilt als sehr gut verträglich. Es ist im Unterschied zu Soja-Lecithin für Personen mit Soja-Allergie geeignet.
Praxis
Tipp für die Einnahme
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Nachweise
Quellen und Studien
[1]
European Food Safety Authority (EFSA). Re-evaluation of lecithins (E 322) as a food additive, 2017.
Quelle öffnen[2]
Weiterführende biomedizinische Literatur zu Sonnenblumenlecithin und Phosphatidylcholin: PubMed-Datenbank.
Quelle öffnenDie aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder lagern.
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