Inhaltsstoff
Melatonin: körpereigenes Indolamin-Hormon
Melatonin ist ein vom Körper in der Zirbeldrüse gebildetes Hormon, das aus der Aminosäure L-Tryptophan synthetisiert wird. Es ist Teil des körpereigenen Tag-Nacht-Rhythmus-Systems.

Überblick
Was ist Melatonin?
Melatonin (N-Acetyl-5-methoxytryptamin) ist ein körpereigenes Indolamin. Die Produktion in der Zirbeldrüse erfolgt überwiegend in den Dunkelphasen: Lichteinfall, besonders im blauen Spektrum, hemmt die Bildung. Die körpereigene Synthese nimmt mit zunehmendem Alter messbar ab.
Rechtliche Einordnung
Gesundheitsbezogene Angaben
Zugelassene Aussagen zu Nährstoffen sind in der EU streng geregelt.
Gemäß EU-Verordnung 1924/2006 in Verbindung mit Verordnung 432/2012.
„Melatonin trägt zur Verkürzung der Einschlafzeit bei.“
Funktion im Körper
Welche Rolle Melatonin übernimmt
Melatonin (N-Acetyl-5-methoxytryptamin) ist ein körpereigenes Indolamin, das in der Zirbeldrüse über die Zwischenstufen Serotonin und N-Acetylserotonin aus der essentiellen Aminosäure L-Tryptophan synthetisiert wird. Die Sekretion folgt einer zirkadianen Rhythmik mit nächtlichem Maximum; Lichteinfall: insbesondere im kurzwelligen blauen Spektrum (480 nm): hemmt die Synthese über die retinohypothalamische Bahn und den suprachiasmatischen Kern. Melatonin bindet an die G-Protein-gekoppelten Rezeptoren MT1 und MT2. Nach EU-Verordnung 432/2012 sind zwei eng gefasste Wortlaute zugelassen: Melatonin trägt zur Linderung der subjektiven Jetlag-Empfindungen bei (mind. 0,5 mg pro Portion) sowie Melatonin trägt zur Verkürzung der Einschlafzeit bei (1 mg pro Portion).
Tagesbedarf
Empfohlene tägliche Zufuhr
Die in der EFSA-Stellungnahme für die zugelassenen Claims angegebenen Dosierungen sind 0,5 mg (Jetlag) bzw. 1 mg (Einschlafzeit) pro Portion. In der Schweiz und in einigen anderen Ländern sind höhere Dosen rezeptfrei erhältlich, in Deutschland sind höhere Dosen verschreibungspflichtig.
Natürliche Quellen
Wo Melatonin vorkommt
Geringe Mengen Melatonin werden in einigen Lebensmitteln nachgewiesen: u.a. in Sauerkirschen, Walnüssen, Hafer, Pistazien und Reis. Die mit der Nahrung aufgenommene Menge ist im Vergleich zur körpereigenen Produktion sehr gering.
Erhöhter Bedarf
Wann der Bedarf steigen kann
Die körpereigene Melatonin-Produktion nimmt mit zunehmendem Alter ab. Eine Supplementierung sollte anlassbezogen und in der minimal wirksamen Dosis erfolgen.
Unterversorgung
Hinweise zur Versorgungslage
Eine ausgeprägte klinische Mangel-Diagnose existiert nicht: die körpereigene Produktion ist beim gesunden Erwachsenen ausreichend.
Sicherheit
Wechselwirkungen und Hinweise
Melatonin kann mit zahlreichen Medikamenten interagieren: darunter Blutverdünner, Beruhigungsmittel, Immunsuppressiva, Antidiabetika und Antiepileptika. Eine ärztliche Rücksprache bei gleichzeitiger Medikamenten-Einnahme ist erforderlich.
Einordnung
Zeitliche Orientierung
Pharmakokinetisch hat Melatonin nach oraler Einnahme eine kurze Halbwertszeit (etwa 30-60 Minuten). Die zugelassenen Health-Claims setzen daher eine Einnahme kurz vor dem Schlafengehen voraus.
Verträglichkeit
Nebenwirkungen und Sicherheit
Melatonin in den zugelassenen Dosen gilt als gut verträglich. Selten werden Kopfschmerzen, Tagesmüdigkeit oder Albträume berichtet. Nicht für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche ohne ärztliche Rücksprache. Nach Einnahme keine Tätigkeiten ausführen, die volle Aufmerksamkeit erfordern (Fahrzeugführen, Bedienen von Maschinen).
Praxis
Tipp für die Einnahme
Passende Produkte
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Relaxed Night
Nachweise
Quellen und Studien
[1]
European Food Safety Authority (EFSA). Scientific Opinion on the substantiation of a health claim related to melatonin and reduction of sleep onset latency, 2011.
Quelle öffnen[2]
European Food Safety Authority (EFSA). Scientific Opinion on the substantiation of a health claim related to melatonin and alleviation of subjective feelings of jet lag, 2010.
Quelle öffnen[3]
Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission über die Zulassung gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.
Quelle öffnenDie aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder lagern.
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