Inhaltsstoff
Magnesium: Mengenelement für Muskel- und Nervenfunktion
Magnesium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der an über 300 enzymatischen Reaktionen im Stoffwechsel beteiligt ist. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat zahlreiche Funktionen für Magnesium offiziell anerkannt.
NRV: 375 mg pro Tag

Überblick
Was ist Magnesium?
Magnesium ist ein Mengenelement (essentieller Mineralstoff), das im Körper überwiegend in Knochen, Zähnen und in der Muskulatur gespeichert ist. Der Körper kann Magnesium nicht selbst herstellen: es muss vollständig über die Ernährung zugeführt werden. Bioverfügbarkeit und Aufnahme unterscheiden sich je nach Magnesiumverbindung erheblich.
Rechtliche Einordnung
Gesundheitsbezogene Angaben
Zugelassene Aussagen zu Nährstoffen sind in der EU streng geregelt.
Gemäß EU-Verordnung 1924/2006 in Verbindung mit Verordnung 432/2012.
„Magnesium leistet darüber hinaus einen Beitrag zur normalen Muskelfunktion.“
„Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und einem normalen Energiestoffwechsel bei.“
„Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion bei.“
Funktion im Körper
Welche Rolle Magnesium übernimmt
Magnesium ist als zweiwertiges Mg²⁺-Kation Cofaktor von über 300 Enzymen, insbesondere aller Phosphat-übertragenden Reaktionen (Kinasen, ATPasen, Phosphatasen). Es ist Bestandteil der biologisch aktiven ATP-Mg-Komplexe im Energiestoffwechsel und stabilisiert die Struktur von Nukleinsäuren und Ribosomen. An Membranen wirkt Mg²⁺ als physiologischer Gegenspieler von Calcium und reguliert die neuromuskuläre Erregungsweiterleitung. Nach EU-Verordnung 432/2012 ist u.a. folgender Wortlaut zugelassen: „Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei” sowie „Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei”.
Tagesbedarf
Empfohlene tägliche Zufuhr
Der Nährstoffbezugswert (NRV) für Magnesium liegt gemäß EU-Verordnung 1169/2011 bei 375 mg pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene 300-400 mg pro Tag, abhängig von Alter und Geschlecht.
Natürliche Quellen
Wo Magnesium vorkommt
Magnesiumreiche Lebensmittel sind Vollkornprodukte, Nüsse (insbesondere Kürbiskerne, Mandeln, Cashews), Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold), Bananen, dunkle Schokolade sowie magnesiumhaltige Mineralwässer.
Erhöhter Bedarf
Wann der Bedarf steigen kann
Einen erhöhten Magnesium-Bedarf können Sportler, Schwangere und Stillende, Personen mit anhaltend hohem Schwitzverhalten sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen des Verdauungstrakts haben. Auch bestimmte Medikamente (z.B. Diuretika, Protonenpumpenhemmer) können den Magnesium-Haushalt beeinflussen.
Unterversorgung
Hinweise zur Versorgungslage
Eine langfristig unzureichende Magnesium-Versorgung kann sich u.a. in Muskelkrämpfen, Müdigkeit oder Reizbarkeit äußern. Bei wiederkehrenden Symptomen sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden: eine Blutuntersuchung allein ist allerdings begrenzt aussagekräftig, da der Großteil des Magnesiums intrazellulär vorliegt.
Sicherheit
Wechselwirkungen und Hinweise
Die Aufnahme von Magnesium kann durch hohe Mengen an Calcium, Eisen oder Zink im selben Einnahmezeitpunkt reduziert werden: ein zeitlicher Abstand von 2-3 Stunden ist empfehlenswert. Magnesium kann die Wirkung bestimmter Antibiotika (z.B. Tetracycline, Chinolone) beeinträchtigen. Bei Einnahme dieser Wirkstoffe sollte die Magnesium-Einnahme zeitlich versetzt erfolgen.
Einordnung
Zeitliche Orientierung
Bei einer ausgeprägten Unterversorgung kann sich der Magnesium-Status über mehrere Wochen kontinuierlicher Zufuhr stabilisieren. Akute Effekte sind selten messbar: Magnesium wirkt in den Stoffwechselprozessen, deren Veränderung individuell wahrgenommen wird.
Verträglichkeit
Nebenwirkungen und Sicherheit
In hohen Dosen kann Magnesium zu weichem Stuhl oder Durchfall führen: eine Folge der osmotischen Wirkung im Darm. Die EFSA empfiehlt einen Tolerable Upper Intake Level (UL) für die zusätzliche Zufuhr aus Nahrungsergänzungsmitteln von 250 mg/Tag. Die auf dem Etikett angegebene empfohlene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.
Praxis
Tipp für die Einnahme
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Häufige Fragen
Häufige Fragen zu Magnesium
Sachliche Antworten zur Einordnung, Form und Anwendung dieses Inhaltsstoffs.
Nachweise
Quellen und Studien
[1]
European Food Safety Authority (EFSA). Dietary reference values for nutrients: Magnesium, 2015.
Quelle öffnen[2]
Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission über die Zulassung anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel.
Quelle öffnen[3]
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte für die Magnesium-Zufuhr.
Quelle öffnenDie aufgeführten Publikationen dienen der wissenschaftlichen Einordnung. Sie stellen keine gesundheitsbezogenen Angaben im Sinne der EU-Verordnung 1924/2006 dar.
% NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder lagern.
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